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Besuch beim Parlamentskreis Schützenwesen – Unterstützung noch dieses Jahr seitens Politik zugesagt

Die Schützenfestsaison ist in vollem Gange und die Menschen erfreuen sich an den Umzügen und Feierlichkeiten. Was nach außen mit viel Freude und Spaß transportiert wird, hat im Hintergrund allerdings für viele Vereine im Vorfeld für Probleme und Sorgenfalten gesorgt. Immer mehr Auflagen, immer teurer werdende Schutzkonzepte und Behörden, die teils gravierend grundverschiedene Vorgaben stellen, machen die Organisation von Festen und Großveranstaltungen derzeit zur Mammutaufgabe.

Unter anderem aus diesem Grund reiste eine Delegation von Vertretern des deutschen Schützenwesens auf Einladung von Florian Müller MdB Ende Mai zum Gespräch mit den Abgeordneten des Parlamentskreis Schützenwesen nach Berlin. Mit dabei waren Jürgen Treppmann (Präsident Rheinischer Schützenbund), Hans-Heinrich von Schönfels (Präsident Deutscher Schützenbund), Christian Kühn (1. Landesschützenmeister Bayerischer Sportschützenbund), Stefan Kiesewetter (Präsident Niedersächsischer Sportschützenverband) und Ansgar Heveling MdB (Vorstandsmitglied BHDS und Mitglied im Parlamentskreis Schützenwesen).

In freundlicher Atmosphäre trugen die Gäste ihre Anliegen vor, bei denen neben den Forderungen zur Unterstützung bei der Organisation von Veranstaltungen auch ein Bürokratieabbau für Vereine und Verbände sowie Problematiken beim Waffengesetz und der Verwendung von Bleischrot wie etwa beim historischen Vogelschießen im Vordergrund standen. Dabei wurde ausdrücklich klargestellt, dass rund 1,3 Millionen Schützinnen und Schützen bundesweit direkt von den Auflagen betroffen seien.

In seiner Rede betonte RSB-Präsident Jürgen Treppmann, dass die zahlreichen Schützenvereine tragende Säulen der Gesellschaft sind. Die Politik sei in der Pflicht, Regelungen zu finden, die es den Vereinen wieder ermöglichen, ihre Traditionen zu wahren und unseren Sport in vernünftiger und professioneller Art und Weise auszuüben. „Wir stehen ein für Heimat, Gemeinschaft und Teilnahme. Geht die aktuelle Entwicklung so weiter, verlieren wir mit den Vereinen diese Werte und können einpacken! Wir wünschen uns von der Politik die notwendige Unterstützung, um diese wesentlichen gesellschaftlichen Elemente nicht zu verlieren. Dazu gehört aber auch eine offensive finanzielle Unterstützung, um unsere Vereine finanziell nicht ausbluten zu lassen. Sollte sich dahingehend nichts ändern, wird es in Zukunft Tradition und Brauchtum nur noch in den Erzählungen von früher geben!“

Im Anschluss an die Darstellung der Problemfelder sicherten die anwesenden Abgeordneten des Parlamentskreis Schützenwesen ihre Unterstützung zu – und das noch in diesem Jahr. „Auch in persönlichen Gesprächen mit den Abgeordneten, die zum Teil selbst im Schützenwesen aktiv sind, haben wir deutlich gemacht, dass die Zeit drängt. Und das ist bei den Verantwortlichen auch angekommen. Unsere Probleme wurden erkannt und ernst genommen – ich habe nicht den Eindruck, dass einfach nur geredet wurde“, so RSB-Präsident Treppmann.

Wie die Unterstützung am Ende im Detail aussehen wird – in Hessen werden Vereinen beispielsweise die GEMA-Gebühren erlassen – wird sich noch zeigen. Sobald Neues bekannt wird, werden wir umgehend informieren.

RSB
Fotos: Parlamentskreis Schützenwesen

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